LAUDEMANN

LAUDEMANN macht Theater fit für die Zukunft.

Sanierung Staatstheater Kassel, 2005 – 2006

„Das Theater um Kassels Theater“ beginnt mit dem Ottoneum. 1604 als erstes Theaterhaus des Kontinents erbaut, gastiert hier die Shakespeare-Company auf ihren Reisen von London nach Prag. Bereits 1696 wird es von PaulduRy zum Kunsthaus umgebaut und seit 1883 als Naturkundemuseum genutzt.

Das kurfürstliche Opernhaus entsteht 1765 aus dem Palais des Prinzen Maximilian. Die Preußen verkaufen es an die Warenhauskette Tietz, nachdem an der Stelle des historischen Auetors1909 in Anwesenheit der kaiserlichen Familie der wilhelminische Theaterneubau eröffnet wurde.

Trotz vehementer Einwände der Bevölkerung wird das kriegsbeschädigte Gebäude 1953 abgerissen. 1954 wurde der Grundstein für ein neues Haus in Nachbarschaft des alten Theaters im Südosten des Friedrichsplatzes gelegt. Bereits zwei Monate später stoppte die Landesregierung die Bauarbeiten, da man beim Ausschachten auf alte Festungswälle und Kasematten gestoßen war. Im April 1955 gab das Land Hessen einem Entwurf des Architekten Paul Bode den Vorzug, der das neue Theater neben das Ottoneum plante. Das 1959 fertiggestellte und vielkritisierte Gebäude, mit seinen stimmungsvollen Zuschauerräumen, wird mittlerweile wieder akzeptiert.

1989 sollte im Rahmen eines städtebaulichen Wettbewerbs für Staatstheater und Regierungspräsidium Abhilfe für die in Teilen zu kleinen und unfunktionalen technischen Räumlichkeiten geschaffen werden. Der angespannten Haushaltslage wegen wurde die Realisierung zurückgestellt, so dass die Spielstätte über 45Jahre mit der Erstausstattung der technischen Gebäudeausrüstung betrieben wurde. Neben umfangreichen technischen Problemen im Betrieb des Hauses wurden zusätzlich massive Brandschutzmängel bekannt, die zu einer Schließungsandrohung des Hauses für das Jahr 2004 führten.

In einem Kraftakt stellten die Hessische Landesregierung und die Stadt Kassel für die Renovierung des Staatstheaters Kassel 30,39 Millionen Euro zur Verfügung. Die Kosten werden sich das Land Hessen und die Stadt Kassel im Verhältnis 80 zu 20 teilen.

Im Februar 2005 erhielt Laudemann den Auftrag über die Ausführung von umfangreichen Rohbauarbeiten, gepaart mit sensiblen Abbrucharbeiten im bestehenden Gebäude. Ein wesentlicher Teil des Auftrages war die Schaffung von zwei Elektrozentralen für Oper- und Schauspielhaus in Baugruben bis 9,50m Tiefe. Diese Bauteile verschwinden nach Fertigstellung fast vollständig im Erdreich. Weitere Bauleistungen mussten im gesamten Bestand des Theaterhauses über alle 12 Geschosse erbracht werden.

Ausgeführter Leistungsumfang im Wesentlichen:
4.000 m3 Bodenaushub der Baugruben einschl. der Fundamente und der Fundamentunterfangungen
300 m2 Trägerbohlwand rückverankert, Ankerlängen 15,00 m (Berliner-Verbau)
2.850 m3 Baugrubenverfüllung mit Recycling-Material
385 m3 Stahlbetonabbruch, davon 80% im Gebäude (Treppenläufe, Stützen, Wandscheiben, Fundamente, Bodenplatten, etc.)
3.051 Stck. Kernbohrungen, Durchmesser 50 mm bis 600 mm, davon ca.600 Bohrungen in einer Decke im Zuschauerraum der Oper
125 m2 Sägeschnitte mit einer Wandsäge in Stahlbeton, hier im Besonderen in Decken, Wänden, Stützen, Treppenläufen
980 m Sägeschnitte mit Straßenschneidgerät in Stahlbetonbodenplatten
7.948 t Entsorgung von Bodenaushub unbelastet
890 t Entsorgung von Stahlbeton- und unbewehrtem Betonabbruchmaterial
85 m3 Stahlbeton zur Unterfangung der vorhandenen Fundamente
600 m3 Stahlbeton der Bodenplatten, Wandscheiben, Stützen, Unterzüge, Deckenscheiben, Treppenläufe, sonstige Druckglieder, davon ca.40% im Gebäude über 12 Geschosse verteilt
95 t Betonstahl für vorgenannte Stahlbetonteile
15 t Profilstahl für temporäre Unterfangungen
20 Stck. Treppenläufe im Gebäudebestand verteilt, gleichfalls über 12Geschosse
165 m3 Mauerwerk der Innenwände, davon 80% im Gebäudebestand über 12 Geschosse verteilt
788 Stck. Betonschadstellen an Stahlbetondruckgliedern beseitigt, hier im Wesentlichen im Bereich der Rippendecken
462 m2 Wandschalung einhäuptig
1.905 m2 Schalung für Wandscheiben doppelhäuptig, Deckenplatten, Fundamente, Treppenläufe, Stützen, Unterzüge, Bodenplatten

Bei der Wiedereröffnung des Theaters zur Spielzeit 2006/2007 werden die Zuschauer die meisten der durch Laudemann ausgeführten Arbeiten nicht unmittelbar wahrnehmen können, da diese hinter der Inneneinrichtung verborgen liegen. Wohl aber wird die fachgerechte Bauausführung die Sicherheit der Besucher und des Ensembles deutlich erhöhen und den Fortbestand des Staatstheaters in Kassel auf Dauer sichern.

Auftraggeber: Hessisches Baumanagement Regionalniederlassung Nord
Planung: Gerling + Arend Planungsgesellschaft mbH, Heidelberg

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